Transparenz im Cashback-Geschäft: Warum nicht alle Anbieter gleich sind
Feb. 18, 2026
In den letzten Wochen sorgt ein Thema in der Affiliate- und Cashback-Branche für heftige Diskussionen: Der Fall Honey. Die beliebte Browser-Extension steht im Verdacht, unlautere Praktiken angewendet zu haben, die Content Creators und Publisher um ihre verdienten Provisionen gebracht haben. Als langjähriger und grösster Cashback-Anbieter in der Schweiz möchten wir diese Gelegenheit nutzen, um Transparenz zu schaffen.
Wir erklären dir in einfachen Worten, was passiert ist, wie Cashback überhaupt funktioniert, und vor allem: Warum unser System grundlegend anders funktioniert als das, was Honey gemacht hat.
Was ist passiert? Der Honey-Skandal einfach erklärt
Um zu verstehen, was bei Honey schiefgelaufen ist, stell dir folgende Situation vor: Du empfiehlst einem Freund ein tolles Restaurant. Dein Freund macht sich auf den Weg dorthin, weil er deinem Tipp vertraut. Kurz vor dem Eingang tritt jemand zu ihm und sagt: «Komm, ich bringe dich rein!» und kassiert dafür die Empfehlungsprämie, die eigentlich dir zugestanden hätte. Du hast die ganze Überzeugungsarbeit geleistet, aber jemand anderes streicht den Gewinn ein.
Genau das macht Honey im digitalen Raum: Honey funktionierte als Browser-Extension, die sich automatisch aktivierte, wenn Nutzer auf einer Shopping-Website waren. Im Moment des Kaufabschlusses hat sich die Extension «dazwischengeschaltet» und bestehende Affiliate-Links ersetzt. Das Resultat: YouTuber, Blogger und andere Content Creators, die ihre Zuschauer zu einem Shop geführt hatten, gingen leer aus und Honey kassierte die Provision.
In der Affiliate-Welt nennt sich das «Last-Click Attribution»: Wer den letzten Klick vor dem Kauf vermittelt, bekommt die Provision. Honey hat dieses System systematisch ausgenutzt, indem sie sich im allerletzten Moment zwischen Nutzer und Kaufabschluss gedrängt haben.
Das Problematische daran: Viele Nutzer wussten gar nicht, dass dies im Hintergrund passierte. Sie dachten, sie würden einfach ein Tool nutzen, das ihnen Gutscheine findet. Nicht ahnend, dass dieses Tool anderen die Provision stiehlt.
Wie funktioniert Cashback eigentlich?
Das Grundprinzip ist simpel: Online-Shops haben ein Interesse daran, neue Kunden zu gewinnen. Deshalb zahlen sie Provisionen an Partner, die ihnen Kunden vermitteln. Diese Provisionen werden über sogenannte Affiliate-Netzwerke abgewickelt. Etablierte Plattformen agieren als Vermittler zwischen Shops und Affiliates.
Ein konkretes Beispiel:
- Ein Online-Shop zahlt 10% Provision für jeden vermittelten Kauf
- Du kaufst dort für CHF 100.– ein
- Der Vermittler erhält CHF 10.– Provision
- Bei einem Cashback-Anbieter wird diese Provision an die Nutzer weitergegeben
- Du als Kunde erhältst z.B. CHF 8.– Cashback zurück
- Der Cashback-Anbieter behält CHF 2.– als Einnahme
Das ist völlig legitim und transparent, solange alle Beteiligten wissen, wie das System funktioniert und niemand benachteiligt wird.
Der entscheidende Unterschied: Wie Rabattcorner arbeitet
Jetzt kommen wir zum wichtigsten Teil: Was macht unser System anders als Honey?
1. Bewusste Entscheidung statt heimlicher Umleitung
Bei Rabattcorner handelst du bewusst.
Variante 1: Du startest über unsere Plattform. Du besuchst unsere Website oder App, suchst dir einen Partner-Shop aus, siehst die Cashback-Rate und klickst dann aktiv auf den Partner-Link. Du entscheidest dich ganz bewusst dafür, den Umweg über uns zu nehmen, um Cashback zu erhalten.
Variante 2: Du startest in einem Shop und siehst unseren unverkennbaren grünen Hinweisbalken. Jetzt musst du oben im Hinweisbalken bewusst ‚Jetzt aktivieren‘ anklicken, um Cashback zu erhalten. Du entscheidest in diesem Moment aktiv, ob du Cashback möchtest – auch wenn du bereits über einen anderen Link zum Shop gekommen bist.
Bei Honey lief alles im Hintergrund. Die Extension war installiert und hat automatisch agiert. Oft ohne dass Nutzer genau verstanden, was da passiert.
Der Vergleich: Wir sind wie ein Einkaufszentrum. Du entscheidest dich bewusst, durch unsere Tür zu gehen, weil du weisst, dass du dort Vorteile erhältst. Honey ist oder war wie jemand, der dich auf dem Parkplatz abfängt und sagt: «Komm, ich zeig dir einen besseren Weg», nur um dann selbst zu kassieren, während der ursprüngliche Wegweiser leer ausgeht.
2. Transparenz vor dem Klick
Bei Rabattcorner siehst du immer:
- Die exakte Cashback-Rate (z.B. «5% Cashback» oder «CHF 10.– Cashback»)
- Ob es spezielle Aktionen gibt (z.B. «Erhöhtes Cashback: +2%»)
- Welche Bedingungen gelten (z.B. nur für Neukunden)
All diese Informationen sind sichtbar, bevor du klickst. Keine versteckten Überraschungen, keine unklaren Konditionen.
3. Keine Link-Manipulation
Hier liegt der Kernunterschied: Wir ersetzen keine bestehenden Affiliate-Links von anderen. Wenn du über einen YouTube-Link zu einem Shop gelangst und dann Honey aktiv war, hat Honey den Link des YouTubers ersetzt. Der YouTuber ging leer aus. Bei uns gibt es dieses Problem nicht: Wenn du über einen YouTuber zu einem Shop kommst, bleibt dessen Link aktiv. Unser System greift nur, wenn du bewusst über unsere Plattform startest. Wir «stehlen» niemandem Provisionen.
4. Zusammenarbeit mit etablierten Netzwerken
Wir arbeiten ausschliesslich mit etablierten Affiliate-Netzwerken zusammen. Diese Netzwerke haben strenge Richtlinien, die wir respektieren. Die aktuellen Diskussionen um Honey zeigen, dass einige dieser Netzwerke klar reagiert und Konsequenzen gezogen haben. Das ist richtig so und genau diese Standards halten auch wir ein.
Warum ist diese Unterscheidung wichtig?
Du fragst dich vielleicht: «Warum ist das so wichtig? Am Ende bekomme ich doch mein Cashback?» Die Antwort hat mit Vertrauen und Nachhaltigkeit zu tun:
Für Content Creators: YouTuber, Blogger und Influencer investieren Zeit und Energie, um ihren Zuschauern gute Produkte zu empfehlen. Wenn ihnen dann die Provision gestohlen wird, untergräbt das ihr Geschäftsmodell. Weniger Creator bedeutet weniger gute Empfehlungen im Internet. Und das schadet am Ende allen.
Für die Branche: Unlautere Praktiken schaden dem Ruf der gesamten Affiliate- und Cashback-Branche. Wenn Nutzer das Gefühl haben, dass getrickst und betrogen wird, verlieren alle Anbieter an Vertrauen. Leider auch die ehrlichen.
Für dich als Nutzer: Langfristig funktionieren nur Systeme, die fair und transparent sind. Unternehmen, die auf Tricks setzen, verschwinden irgendwann und damit auch deine Cashback-Guthaben und Auszahlungen.
Unsere Werte: Transparenz und Fairness
Wir möchten klar sagen, wofür wir stehen:
Transparenz: Du solltest immer verstehen, wie unser System funktioniert. Deshalb erklären wir es hier öffentlich, ohne Kleingedrucktes oder versteckte Klauseln.
Fairness: Wir respektieren die Arbeit von Content Creators und anderen Partnern in der Branche. Unser Geschäftsmodell basiert nicht darauf, anderen etwas wegzunehmen.
Langfristiges Denken: Wir setzen auf Vertrauen und Partnerschaft statt auf kurzfristige Tricks. Wir sind seit vielen Jahren in der Schweiz aktiv und möchten das auch bleiben.
Etablierte Partnerschaften: Wir arbeiten mit den grossen, seriösen Affiliate-Netzwerken zusammen und halten uns an deren Standards.
Was bedeutet das für dich?
Konkret für dich als Rabattcorner-Nutzer heisst das:
✅ Dein Cashback ist sicher: Wir arbeiten mit etablierten Systemen, die transparent und nachvollziehbar sind.
✅ Keine bösen Überraschungen: Was du auf unserer Plattform siehst, ist das, was du bekommst.
✅ Faire Abwicklung: Deine Cashback-Auszahlungen erfolgen nach klaren Regeln und keine versteckten Bedingungen.
✅ Bei Fragen hast du Ansprechpartner: Unser nettes Support-Team steht dir zur Verfügung, wenn du Fragen hast oder etwas unklar ist.
Ein Wort an die Branche
Die Diskussionen um Honey sind ein wichtiger Moment für unsere gesamte Branche. Sie zeigen, dass Transparenz und klare Standards wichtig sind. Und Netzwerke müssen bei Verstössen konsequent reagieren. Wir begrüssen diese Entwicklung. Die Affiliate- und Cashback-Branche kann nur dann langfristig erfolgreich sein, wenn alle Beteiligten fair behandelt werden: Shops, Vermittler, Content Creators und natürlich die Endkunden. Schwarze Schafe schaden uns allen. Deshalb ist es wichtig, dass wir als Branche zusammenstehen und klare Grenzen ziehen zwischen legitimen Geschäftsmodellen und unlauteren Praktiken.
Hast du Fragen?
Wir hoffen, dieser Artikel hat dir geholfen zu verstehen, wie Cashback funktioniert und was uns von Anbietern wie Honey unterscheidet. Wir glauben an Transparenz. Und das bedeutet auch, dass wir für deine Fragen offen sind.
Bei Fragen besuche unsere FAQ-Seite oder kontaktiere unseren Support.
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